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(Tri-)Magische Sportmomente in Stockum: Quidditch-Nationalteam trainiert für die EM!

Nationalspieler Pascal Myrzk mit dem Wurf auf die Torringe im Freundschaftsspiel gegen Frankreich (Foto: Dt. Quidditchbund / Juliane Schillinger)

Harry-Potter-Fans kennen Quidditch bereits seit dem allerersten Band („Harry Potter und der Stein der Weisen“, 1997) – aber auch in der Muggel-Welt der Wesen ohne magische Abstammung und Fähigkeiten hat die Sportart inzwischen viele „verzaubert“ und wird professionell gespielt!

Am kommenden Wochenende, 16. und 17. März, wird es auf der Bezirkssportanlage des TuS Stockum gewissermaßen tri-magisch: Denn Quidditch, wie es von Menschen gespielt wird, verbindet drei Vollkontakt-Sportarten (Rubgy, Handball und Dodgeball), und dabei sind auch noch drei Arten von Bällen (ein Schnatz, drei Klatscher und der Quaffel) im Spiel. Wenn das nicht mindestens schon sechs Gründe sind, Fan des Muggel-Quidditch zu sein und am Samstag zwischen 9 und 17 Uhr oder am Sonntag zwischen 9 und 15 Uhr mal an der Pferdebachstraße 253 vorbei zu schauen!

Wittener Student ist mit im Trainingskader

Auch der Wittener Max Schulze-Steinen hat es für sich entdeckt. Der 24-Jährige spielt regulär für das Bochumer Quidditchteam Ruhr Phoenix und hat es in dieser Saison zum zweiten Mal in den Trainingskader des Nationalteams geschafft. Mit Unterstützung des Stadtsportverbandes (SSV) und des TuS Stockum hat er das Trainingslager nach Witten geholt. „Das ist auch eine schöne Gelegenheit, den Wittenern Quidditch vorzustellen“, freut sich Schulze-Steinen auf viele Zuschauer für seine, wie er selbst sagt, „erfrischende Sportart“.

Auch Schulze-Steinens Heimatstadt ist schon gespannt auf das Spektakel der besonderen Art: „Wir freuen uns, dem Quidditch Nationalteam eine Heimstatt bieten zu können und wünschen dem Team viel Erfolg bei den Europameisterschaften“, sagt Matthias Kiehm, Vorsitzender des SSV.

Muggel-Quidditch erfreut sich internationaler Beliebtheit

In dieser Saison steht das deutsche Nationalteam vor einer ganz besonderen Aufgabe: Die Europameisterschaft findet vom 28. bis 30. Juni 2019 in Bamberg statt, und damit zum ersten Mal in Deutschland. Nach einer knappen Niederlage im EM-Viertelfinale 2017 und einem folgenden fünften Platz soll vor heimischer Kulisse in diesem Jahr die erste Medaille her.

Seit mehr als 10 Jahren wird es inzwischen in der echten Welt gespielt. In ganz Deutschland sind inzwischen etwa 50 Teams aktiv, mit knapp 1000 Spielerinnen und Spielern. Die besten 40 daraus bilden das deutsche Quidditch-Nationalteam unter der Leitung von Bundestrainer Steffen Wirsching (Deutschen Quidditchbund).

Der Zauber und die Spielregeln des Quidditch

Auf den Internetseiten des Deutschen Quidditchbundes (www.deutscherquidditchbund.de) findet man eine Erläuterung der Spielregeln:

Quidditch wird in gemischtgeschlechtlichen Teams gespielt und hielt 2005 Einzug in die reale Welt, als Studenten in Middlebury, USA, einen Weg fanden, den Harry-Potter-Sport an eine Welt anzupassen, in der Besen nicht fliegen können. Seitdem sind sowohl der Sport selbst, als auch die Gemeinschaft, die ihn umgibt, enorm gewachsen.

Spieler*innen müssen während des Spiels die gesamte Zeit über einen Besen zwischen den Beinen behalten. Aerodynamisch an den Sport und die Sicherheitsansprüche des Körperkontakts angepasst handelt es sich hierbei in der Regel um leichte PVC-Stangen. Jedes Team schickt sieben Spieler*innen aufs Feld: Drei Jäger*innen passen sich den Quaffel, eine Volleyball, zu, und versuchen, durch einen der drei Ringe des gegnerischen Teams zu werfen, um 10 Punkte pro Tor zu gewinnen. Der*die Hüter*in verteidigt die eigenen Ringe des Teams.

Zwei Treiber*innenspielen mit Klatschern (Dodgebälle), die sie nach gegnerischen Spieler*innen werfen, um diese "auszuknocken". Wer von einem Klatscher getroffen wurde, muss vom eigenen Besen absteigen und darf nicht ins Spiel eingreifen, ehe er*sie die Ringe des eigenen Teams berührt hat. Der*die Sucher*in des Teams versucht, den Schnatz zu fangen.

Der Schnatz ist ein*e unparteiische*r, oftmals sehr wendige*r Spieler*in, in gelb gekleidet und mit einem am Hosenbund befestigten Tennisball in einer Socke. Wird der Schnatz gefangen, d.h. die Socke herausgezogen, endet das Spiel und der*die erfolgreiche Sucher*in gewinnt 30 Punkte für sein*ihr Team.

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