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Horst-Schwartz-Halle: Gutachter empfiehlt Abriss

Außenansicht Horst-Schwartz-Halle

Das Gutachten zur Horst-Schwartz-Halle ist da: demnach sind Abriss und Neubau am sinnvollsten. Die Stadt Witten schließt sich diesem Ergebnis an und bereitet nun die weiteren Schritte vor. Mit den betroffenen Vereinen gibt es bereits erste Gespräche über Lösungen.

Der Auslöser, warum die Stadt Witten ein Gutachten in Auftrag gegeben hatte, waren mögliche Schäden an den sogenannten „Bindern“. Das sind Träger für große Spannweiten. Von den Bindern, die in der Horst-Schwartz-Halle verwendet wurden, ist heute bekannt, dass sie ohne Ankündigung brechen können. Das heißt, die Decke könnte jederzeit einstürzen, Personen in der Halle hätten wahrscheinlich keine Zeit, sich zu retten.

Das Gutachten hat diese Gefahr bestätigt. Es ist möglich, die Binder mit einer Zugstahlkonstruktion so zu verstärken, dass sie stabiler werden und ein Einsturz sich zumindest ankündigen würde.

Instandsetzung wäre aufwändig und teuer

Im Fall einer Instandsetzung wären jedoch zusätzlich zu den Bindern weitere Maßnahmen notwendig. So müssten Hohlräume unter den Bodenplatten gefüllt werden, die wegen undichter Wasserleitungen entstanden sind. Die Fassade und die Fenster müssten energetisch saniert werden, im Innenraum könnten Schadstoffe wie Asbest eingebaut sein.

Zudem sind die Kalt- und Warmwasserleitungen sehr nah zusammengebaut, so dass das Kaltwasser erwärmt wird. Dadurch erhöht sich die Gefahr von Legionellen. Deshalb hat bereits das Gesundheitsamt des Ennepe-Ruhr-Kreises die Stadt Witten aufgefordert, das gesamte Trinkwassersystem einschließlich der zentralen Warmwasserbereitung und der Duschräume zu sanieren.

Viele dieser Baumängel sind typisch für die Entstehungszeit der Halle in den 1970er Jahren.

Risiken auch für Sportlerinnen und Sportler

Schließlich ist auch die Nutzung des Innenraums für verschiedene Sportarten nicht regelkonform und ohne Verletzungsgefahr möglich. So können Ersatzspielerinnen und -spieler ebenso wie Kampf- und Schiedsrichterinnen und -richter nicht genügend Abstand zum Spielfeld halten. Die Notlösung, diese in die Geräteräume zu verlegen, birgt ein sehr hohes Verletzungsrisiko durch die offenen Tore.

Somit ist der Abriss der Halle letztlich die einzig sinnvolle Lösung, Instandsetzung und Weiterbetrieb wären nicht ökonomisch. Die Halle wird nicht mehr geöffnet, weil die Einsturzgefahr natürlich weiterhin besteht.

Die Stadt Witten ist gemeinsam mit dem Stadtsportverband bereits mit den betroffenen Vereinen im Gespräch, um eine möglichst gute Lösung für diese schwierige Situation zu finden.

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